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Beratungsstelle für behinderte Menschen

Tel: +43 (0)1 / 92 914 92 | Fax: +43 (0)1 / 92 914 92-33 | E-Mail: info@zfk.at
Wassergasse 2 (Eingang Erdberger Lände), A-1030 Wien

 

Warum behindert mich die Stadt Wien?

Wer bin ich?

Mein Name ist Karin Weiner. Ich bin Spastikerin und stark sehbehindert.

Foto von Karin Weiner

Ich wurde am 16. Mai 1969 in Wien geboren. Ich bin zu früh zur Welt gekommen.

Wie will ich leben?

Ich will in einer eigenen Wohnung leben. Ich möchte beruflich als Künstlerin Fuß fassen.
Ich will so leben, wie Personen ohne Behinderung auch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Aufgrund meiner Behinderung brauche ich dazu Persönliche Assistenz. Persönliche Assistenz ist eine Dienstleistung, die mir ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
Der Bund gewährt mir persönliche Assistenz am Arbeitsplatz. Die Stadt Wien verweigert mir die Finanzierung für die Persönliche Assistenz.

Woher komme ich?

Ich habe in vollbetreuten, fremdbestimmten Wohngemeinschaften gelebt. Ich war in der Beschäftigungstherapie. Dort habe ich Geschichten abgeschrieben, die am Nachmittag gelöscht wurden, um sie am nächsten Tag noch einmal zu schreiben. Das war dort meine Arbeit.

Wo und wie lebe ich jetzt?

Seit Jänner 2011 lebe ich in meiner eigenen Wohnung. Ich werde 24 Stunden von einer Organisation betreut. Die Kosten dafür muss ich zum Großteil selbst aufbringen. Meine Ersparnisse sind aus diesem Grund bereits aufgebraucht. Ich möchte selbstbestimmt mit persönlicher Assistenz leben.

Was mache ich beruflich?

Ich bin Praktikantin im Zentrum für Kompetenzen. Mein größtes Hobby ist das Malen. Ich habe derzeit schon viele Auftragsarbeiten und möchte künftig als Künstlerin beruflich tätig sein.

Was macht die Stadt Wien?

Die Stadt Wien hat bisher meinen Antrag auf Finanzierung (Pflegegeldergänzungsleistung) der Persönlichen Assistenz abgelehnt. Ein aktueller Antrag ist eingebracht. Es hat bereits ein Begutachtungstermin stattgefunden. Es droht eine erneute Ablehnung.

Begründung:

Ich entspreche nicht den Richtlinien für die Pflegegeldergänzungsleistung und ich würde nicht über die notwendigen Kompetenzen verfügen.

Warum

Die Stadt Wien streicht dem Zentrum für Kompetenzen, einer Peer Beratungsstelle für behinderte Menschen, die Fördermittel für die Beratung im Bereich der Persönlichen Assistenz. Diese Beratungsstelle hat mich ernst genommen. Sie hat meinen Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, respektiert und mich auf dem Weg dahin unterstützt. Von der Stadt Wien fühle ich mich nicht ernst genommen!

Was bedeutet das für mich?

Wenn die Stadt Wien meinen Antrag auf Finanzierung der Persönlichen Assistenz erneut ablehnt, ist meine berufliche Zukunft dramatisch bedroht. Somit verliere ich auch die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz. Infolge muss ich meine Wohnung aufgeben und wieder zurück in die Vollbetreuung. Eine Vollbetreuung ist nur möglich, wenn ich einen Beschäftigungstherapieplatz habe.

Für mich wäre das eine Katastrophe. Ich will nie wieder fremdbestimmt leben.

Warum, Frau Stadträtin? Ich frage Sie, Frau Mag.ª Sonja Wehsely!

Mehr zu dem Thema unter der Hotline 0699 192 914 96, auf der Homepage www.zfk.at und unter der e-mail Adresse warum-wien@gmx.at.

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